„Wer ist es? Wir wissen genug von ihm“

Eine Hitler-Biographie von 1935 von Rudolf Olden

In schweren Zeiten bröckelt die Mauer zwischen dem „Bewußtsein und dem, was unter ihm liegt“ (Das Wunderbare 20) und die Menschen beginnen völlig irrational an Erlöser zu glauben. Und derer gab es in der Weimarer Republik unzählige, obwohl diese Zeit im Zeichen einer „neuen Sachlichkeit, der Rationalisierung“ (Das Wunderbare 166) stand.  Eigentlich wollte ich über genau dieses Buch, „Das Wunderbare“, von Rudolf Olden aus dem Jahr 1932 schreiben, weil dort eine Reihe kuriosester „Propheten in deutscher Krise“ vorgestellt werden, die schlicht sprachlos machen – ihnen wurde Wundersamstes geglaubt und dennoch entpuppten sich allesamt als Scharlatane.
In der Einleitung zu „Das Wunderbare“ erwähnt er den „Einfluss des Führers auf die Massen“ (Das Wunderbare 17), die einen unerklärlichen „Umschwung vom Rationalen ins Irrationale“ in der „Geschichte der deutschen Republik“ (Das Wunderbare 16) verursachten. Natürlich meinte der den „Erfolg der nationalsozialistischen Partei“ bei den Reichstagswahlen 1930 (vielleicht 1932) und ihren Anführer Adolf Hitler. Auch dieses Phänomen fällt für Olden unter die Kategorie: „Es bleibt immer: das Wunderbare“, weil nicht logisch zu erklären.
Dass dieser Mann wenig später Reichskanzler wird und im März 1933 bereits die Macht vollständig an sich gerissen hatte, schien zum Zeitpunkt der Veröffentlichung 1932 noch immer undenkbar gewesen zu sein. Der liberale politische Journalist Olden musste vor dem Diktator fliehen. Im Exil veröffentlichte er 1935 seine Biographie über „Hitler“ und versucht darin das Unfassbare zu begreifen. Es gelingt ihm, Grundzüge der Person und der Überzeugungen Hitlers scharf herauszuarbeiten und viele, oft zufällige Puzzleteile der Geschehnisse von den Anfängen bis ins Jahr 1935 zusammenzufügen.
Als Nicht-Historiker stellt er die Entwicklungen keineswegs als zwingend oder den Untergang der Demokratie gar als bereits von Beginn angelegt dar, wie es gerne in der historischen Forschung nach dem zweiten Weltkrieg geschah, sondern als ein schwer durchschaubares Zusammenspiel von vielen oft unglücklichen Faktoren, die sich erst im Nachhinein als „lange bedeutsame Kausalitätsreihe“ (7) lesen lassen.  
Der Herausgeber des Buches, der Historiker Werner Berthold, schreibt treffend im Vorwort (Ausgabe von 1984): „Manche Fakten und Interpretationen sind zu korrigieren“. „Oldens Buch ist dennoch nicht überholt“ (XII). Die Forschung um Hitler ist unüberschaubar weit geworden und die Quellenlage für neue Veröffentlichungen sicher besser. Olden hat seinen Entwurf auch nicht als eine umfassende Biographie angelegt, sondern fokussiert auf erkennbare Grundzüge, die plausibel sind und vieles von dem Unglaublichen verständlich machen. Genau das ist für mich die Stärke, weil er neben seinen Quellenstudien und Details vor allem als Zeitgenosse viele Stimmungen und was in der Luft lag aufgreift. Es entsteht ein Bild des Mannes, der Europa und die Juden ins Unglück stürzte, das bereits 1935 alles enthält, was sich erst später als dunkelste Wahrheit erweisen wird.
„Wer ist es? Wir wissen genug von ihm, um die Antwort zu wagen“ (362).  

In zwei Teilen will ich die brillante Analyse von Olden vorstellen, im ersten die Kernelemente der Entwicklung Hitlers in der besonderen Perspektive Oldens, im zweiten als Zusammenfassung die charakterlichen Grundzüge Hitlers, die Olden eingebettet in dessen Lebensgeschichte darbietet. Die Ausführlichkeit ist meiner Faszination geschuldet …

 

1. Realität und Selbstdarstellung – eine biographische Diskrepanz

Die Daten und die Forschungsergebnisse zu Hitlers Abstammung, Jugend, den wenigen Beziehungen und seinem Aufstieg lassen sich leicht in Wiki oder neueren Biographien (z.B. die prägnante von Hans-Ulrich Thamer, s.u.) nachlesen. Was ich hier nachzeichnen will, ist vor allem die scharfzüngige Sicht des kritischen Journalisten auf das Leben Hitlers. Besonders die nachgewiesene Diskrepanz zwischen der Realität und der Selbstdarstellung Hitlers ist frappierend und sagt viel über das Wesen dieses Mannes.

Familie und Jugend
Die Abstammung Hitlers (geb. am 20.04.1889 in Braunau am Inn) ist nicht so ehrwürdig, dass er selbst daraus eine gute Geschichte machen konnte. Welchen Rang sein Vater Alois Schicklgruber als „k.k. Zollamtsoffizial“ (7) und in seiner Armeedienstzeit hatte, bleibt in dem ersten autobiographischen Teil von Mein Kampf offen. Die Ehe mit der Mutter Klara Plötzl ist dessen dritte, was wir nicht von Hitler erfahren. Nicht erwähnt sind ebenso seine drei Geschwister. Hitler „stellt das Familienverhältnis seines Vaterhauses in der einfachsten Form vor: Vater, Mutter, Sohn.“ (9). Und so geht es weiter. Alles wird von dem Mitte Dreißigjährigen in seiner Kampfschrift von 1925 als Entwicklungsschritte zum „Nationalist“ und „jungen Revolutionär“ (15) umgedeutet. Was nicht passt oder zu heikel wäre, wird unterschlagen.
Dabei hatte er schwerwiegende Lernprobleme, musste die „erste Klasse der Realschule (…) wiederholen“ (14), erschien den Leuten nicht „ganz richtig“ und „mondsüchtig“ (13). Seine Totalverweigerung in den letzten Jahren der Mittelschule stellt er als bewusste Entscheidung gegen seinen Vater dar, der von ihm verlangte, Beamter zu werden. Der „unerschütterliche Wille“ (21) in Hitler drängte zum „Kunstmaler“ und er „lernte“ nur, was er seiner „Meinung später als Maler brauchen würde“ (15). Die Schuldbildung war somit kläglich.
„Der Autor der nationalsozialistischen Bibel hat nur das Bestreben, das Versagen der eigenen Kindheit und die Ärmlichkeit des Elternhauses zu verleugnen. Er ist bestrebt (…), das Niveau seiner Herkunft sozial zu heben. Es ist ein kleinlicher Ehrgeiz, der ihn zu einer Fülle von kleinlichen Unwahrheiten verleitet.“ „Die Wirklichkeit ist armselig und beschämend“ (17).

 

Vagabundenjahre und Krieg
Für seine Zeit in Wien als junger Erwachsener gesteht Hitler in Mein Kampf, dass sie voll „Elend und Jammer“ waren: „Fünf Jahre, in denen ich erst als Hilfsarbeiter, dann als kleiner Maler mir mein Brot verdienen musste“. „Indem mich die Göttin der Not in die Arme nahm und mich oft zu zerbrechen drohte, wuchs der Wille zum Widerstand, und endlich blieb der Wille Sieger“ (22 f.). Auch dieses romantisierte Arbeiterdasein stellt Olden mit seinen Recherchen komplett in Frage und vermutet, dass es „vielleicht nur Wochen“ waren, in denen Hitler wirklich arbeitete. Für eine lange Zeit scheint er untergetaucht, als Bettler auf der Straße lebend. In einem Obdachlosenheim findet sich seine Spur wieder.
Reinhold Hanisch lebte im gleichen „Männerasyl“, wird später von „Journalisten aufgestöbert“ und berichtet ausführlich von Hitler, der „in furchtbar verwahrlostem Zustand“ war. Er hatte behauptet „Akademiker und Künstler“ (34) zu sein, jedoch war es nie mehr als ein Wunsch gewesen, an der Münchner Akademie zu studieren. Für kurze Zeit entstand ein kleines gemeinsames Geschäft. Hitler „pauste Photographien ab und kolorierte dann die Zeichnungen“, Harnisch verkaufte sie. Auch diese Phase dauert nur kurz. Harnisch berichtet von einem Kinobesuch Hitlers: Der Film „Tunnel“ (Kellermann), in dem ein Redner „die Arbeitsmassen aufwiegelt“ bewegt Hitler so sehr, dass er ab dann nur noch in Wirtshäusern „politisierte“ (38) und von der Gründung einer neuen Partei schwärmte. Seine politische Bildung dieser Zeit nimmt er aus Schlagzeilen, dem „Gemeingut der österreichischen Deutschnationalen“ (41) und baut sich damit sein antisemitisches Weltbild.
Von Wien als Ort „der Blutschande“ (47) hat er genug. 1912/13 kommt er nach München, um sein „weiteres Studium“, wie er großtuerisch schreibt, fortzusetzen, was wohl im „Zeitungen lesen und politisieren“ (49) bestand. Mit Kriegsbeginn scheint er sich freiwillig als Soldat zu melden: „So, wie wohl für jeden Deutschen, begann nun auf für mich die unvergeßlichste und größte Zeit in meinem Leben“ (51). Allerdings steht Hitler nicht an der Front, kann in typisch deutscher Kriegsromantik schwärmen, weil er von Anfang an seine Dienstzeit relativ geschützt „als Ordonanz beim Regimentsstab verbracht“ (52) hat. Ein Kriegskamerad, Hans Mend, wird ihn als „Sonderling“ beschreiben, der „tüchtig“ seinen Dienst versieht und sonst „zum Lachen in den Keller ginge“ (54) oder in „seiner Apathie“ „in der Ecke saß“ (56). Alle anderen Geschichten um das an Hitler verliehene „Eiserne Kreuz“ hält Olden für „Legende“ (58) und die von Hitler geschilderte Gasvergiftung am Ende des Kriegs nach medizinischer Recherche für eine „hysterische (…) Erblindung“ (61). Der Beschluss, Politiker zu werden, stand nach dem unwürdig verlorenen Krieg für Hitler ausdrücklich fest.

 

Politiker und Münchner Putsch
Sein Zustand nach dem Krieg wird in einer Ermittlungsakte zum „Hochverratsprozeß“ vermerkt. Olden referiert: „sicher scheint, daß Hitler nervös zerrüttet, verwirrt war. (…) Er hörte ‚Stimmen‘, und die Stimmen riefen ihn auf, Deutschlands Retter zu werden“ (62). Gerne wurde in der späteren Propaganda das Bild des typischen Propheten kolportiert: „Der unbekannte Soldat, der einsam nur seine Sendung erfüllt, im Volk auftritt, andere Unbekannte um sich sammelt“ (65). Aber die „schlichte Wahrheit ist: Hitler ist nicht der Sohn des Volkes, er ist das Kind der Reichswehr“. Eine der zentralen Thesen Oldens ist, dass Hitler seinen Aufstieg in vielen Punkten seiner Protektion durch Mitglieder der Reichswehr verdankt. Auch die erste Stufe erklimmt er durch die Reichswehr, von der er zum „Bildungsoffizier“ (67) ernannt wird.
Der Begegnung mit dem sechs Jahre älteren Gottfried Feder in dieser Zeit verdankt Hitlers Propaganda die „Brechung der Zinsknechtschaft“ und damit das Schlagwort „sozialistisch“ – die Grundlage der 1920 gegründeten Nationalsozialistischen Partei mit ihren 25-Punkte-Programm. In dieser Partei muss er sich hocharbeiten, verzeiht seinen Konkurrenten nicht und überzieht seine ersten Mitstreiter kurz darauf mit Spott und Häme, „Feiglinge“, „Nichtskönner und Nichtstuer“ (73).
Zwei Jahre später „sind es wirklich Massen, die herbeiströmen, wenn die Nationalsozialisten rufen“, allerdings werden die Bestrebungen nicht wie von Hitler beschrieben von allen Seiten behindert, sondern er ist viel eher der „verhätschelte Liebling des Staats“ (75) Bayern. „Es ist Hitler, der den Erfolg bringt“ (76) und seine eigene Bewegung unter der großen Konkurrenz an „zur Rettung Deutschlands entschlossenen“ völkischen und nationalen Gruppen an die Spitze bringt. Er ist der „Trommler“ (76), wie er sich selbst nennt, der die Massen mit seiner „Demagogie“ (77) fesselt, wobei es Olden als eine Einschüchterung und Machtdemonstration des Starken beschreibt, gestützt durch organisierte Jubelschreier, prügelnden Ordner in den Versammlungen mitsamt einem brutalen Vokabular, was Hitler von vornherein betreibt. Die Gedanken seiner Reden sind simpel, werden ständig wiederholt und ausgewalzt. Und dann, den „stieren Blick in den Saal bohrend, drei Worte (…): ‚Deutschland!‘ – ‚Deutschland!‘ – ‚Deutschland!‘ Und der Sturm des Beifalls braust auf“ (89).
Als zu viele große Worte gesprochen sind und die Bestätigung in München zunimmt, fühlt sich Hitler im Herbst 1923 gedrängt, nach Größerem zu greifen. Er hat Unterstützung durch dem am Kapp-Putsch (1920) beteiligten General Ludendorff gefunden, der als ehemaliger oberster Befehlshaber den „Krieg noch zu dem richtigen Ende zu führen“ (104) gedenkt. Man spricht von einem Gespann, dem „alten Schlachtpferd und wilden Mustang“ (105). Die rechte bayrische Regierung unter Kahr hatte sich gegen Berlin verweigert und die Notverordnung ausgerufen. „Die echten Bayern möchten gern der Republik den Kragen umdrehen“ (105). In dieser Stimmung kommt es am 9. November 1923 zu der berühmten Besetzung des „Bürgerbräuhauses“ (109), in dem die Regierung und andere wichtige Persönlichkeiten Bayerns versammelt waren und Hitler mit einem Pistolenschuss in die Luft die „Regierung der Novemberverbrecher“ in Berlin (112) für abgesetzt erklärt. Die mit Waffengewalt erzwungene Zustimmung unter den hochrangigen Vertretern Bayerns wird noch in der Nacht von diesen widerrufen. Statt dem angekündigten „Marsch auf Berlin“ endet der Marsch durch München am nächsten Tag an der „Feldherrenhalle“ (117) mit Toten. Hitler flieht und wird wenig später festgenommen.
Der „Kapp-Putsch scheiterte im Reich. Aber in Bayern glückte er“ (75), kommentiert Olden, denn viele hegen heimliche Sympathien für den Putschisten. Im Gericht, das den Prozess wegen Hochverrats gegen Hitler Anfang 1924 führt, sitzen überall Fürsprecher, sogar unter den Roben. 5 Jahre Festungshaft, die jedoch bereits Ende 1924 in eine Bewährungsstrafe umgewandelt wird. Die Publicity des Verfahrens macht ihn noch populärer.

 

 
Mein Kampf
Aus der Niederlage lernt Hitler, nie wieder „gegen die Macht zu kämpfen“ (116), sondern den Weg der Legalität zu nehmen an der Seite der Reichswehr, um dann die Diktatur zu errichten. Die Festungshaft, die er unter privilegierten Bedingungen absitzt, nutzt er für zahlreiche Kontakte und die Niederschrift des ersten Teils von Mein Kampf. Eine „mühsame Lektüre“, wie Olden kommentiert, der das Werk genau gelesen hat. Das literarische Qualitätsurteil fällt polemisch vernichtend aus: „der Wurzelsepp als Berserker“. Das Gedankengut ist in völkischen Kreisen verbreitet und nicht neu. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Mein Kampf in der Essenz enthüllend brutal ist. „Der Inhalt (…) ist Haß, Verwerfung, Verdammung, Terror“ (141). Was „die Masse wünscht“, proklamiert Hitler, „ist der Sieg des Stärkeren und die Vernichtung des Schwachen oder seine bedingungslose Unterwerfung“ (148) – das ist „seine Gesinnung“ (149). „Eugenik“ (159), „Rassismus“ (151), Judenhass, „Vernichtung Frankreichs“ (157), „Blut und Boden“ (158) im Osten und ganz Europa für das deutsche Volk … alles läuft hinaus auf die Krönung des „Ziels der Ziele: Krieg“. Denn „wer sein Buch las, hat immer die wahre Meinung des Parteiführers erkennen können.“ (150).

 

Aufstieg zur großen Politik
Im Mai 1924, während Hitler in Festungshaft sitzt, erringen die Völkischen bei der Reichstagswahl ihren ersten nennenswerten Erfolg (6,6 %). Doch mit der Wahl im Dezember des gleichen Jahres kurz vor seiner Entlassung, „war der Spuk des völkischen Aufstiegs verfolgen. (…) Hitler trat in eine verwandelte Welt“ (170) ein. Deutschland hat die Inflation überwunden und befand sich im wirtschaftlichen Aufschwung und die völkische Bewegung tut sich schwer, wieder Fuß zu fassen. Die „Leistung“ (178) Hitlers in dieser Phase ist, dass er intern Ordnung schafft und die verschiedenen Strömungen unter seine Führung zwingt. Mitbestimmung oder gar demokratische Tendenzen werden rigoros unterdrückt. Daneben beginnt er, „Fäden zur Großindustrie zu spinnen (…) und Verbindung zu den Großagrariern“ (182) aufzunehmen. Denn: „Ohne Geld, sehr viel Geld, wäre der Aufstieg der nationalsozialistischen Partei undenkbar gewesen (185).
Trotzdem wäre Hitler „keine ernsthafte Figur“ (189) in der Politik geworden, hätte nicht Alfred „Hugenberg, der Vorsitzende der Deutschnationalen Partei, es anders beschlossen“ (190). Der „Herr über Film und Presse“ (192) glaubt ihn als Agitator für die rechte Sache engagieren zu können und förderte ihn überall. Er wird – eine These von Olden (und der ursprüngliche Untertitel der Biographie) – ein „Agent der Macht“ (201).
An kaum einem anderen Thema wie den wirtschaftspolitischen Aussagen Hitlers wird seine inhaltliche unklare Linie deutlich. Gehörte ursprünglich zum Parteiprogramm die „Brechung der Zinsknechtschaft“ (219), so beteuert Hitler gegenüber den Wirtschaftsführern im Angesicht der Macht, dass er nichts am System ändern will. In Abwandlung (und womöglich Unkenntnis) von Karl Marxs Satz sagt Hitler (nach Olden): „Alle Revolutionen der Weltgeschichte sind nichts anderes als Rassenkämpfe“ (205). Es geht eben nicht um die Klassenkämpfe des Proletariats gegen die herrschenden Kapitalisten, sondern um Herrschaft der höheren Rasse. Also um die Macht der Starken. Mit der Reichstagswahl vom September 1930 wird die NSDAP „zweitgrößte Partei“ (209) und die Macht liegt zum Greifen nahe.

Machtübernahme und Rache
Im sogenannten „Reichswehrprozeß“ (221) schwört Hitler, dass er die „Umwandlung des Staates“ nur auf „verfassungsmäßigen Wege“ herbeiführen will. Er fügt gleichwohl hinzu: „Wir werden dann allerdings, wenn wir die verfassungsmäßigen Rechte besitzen, den Staat in die Form gießen, die wir als die richtige ansehen“ (213). Dann wird er gegen die Deutschland knebelnden Friedensverträge „auch mit illegalen Mitteln“ kämpfen. Während seine SA Schlägertrupps allerorten Straßenschlachten gegen Kommunisten provozieren nach dem Motto „Terror ist nur durch Terror zu brechen“ (211), zieht er sich das Deckmäntelchen der Legalität über, ohne seine wahren Absichten wirklich zu verbergen. Hitler hat sein Programm offengelegt, nach dem er in den nächsten Jahren vorgehen wird. 
Deutschland ist nach 1930 angeschlagen. „Der Traum von der deutschen Demokratie ist ausgeträumt. Die deutschen Demokraten wissen es noch nicht“ (233). 
Das „Präsidialkabinett“ Brünings mit dessen protektionistischer Politik „bedeutet Schluß des Exportaufschwunges, Verteuerung des Lebens, steigende Arbeitslosigkeit“ (234). Den Bauern fehlt Dünge- und Futtermittel. Ihre Not „macht sie zu Nationalsozialisten. Über Nacht erobert Hitler ganze Provinzen“ (236). Amerika gibt der deutschen Industrie keine Kredite mehr, was zur Massenarbeitslosigkeit führt. Jede weitere „Notverordnung“ „vernichtet (…) ein Stück Ansehen der Demokratie, erzeugt (…) Anhänger Hitlers“ (239).
„Die Not triebt viele Deutsche in Massenpsychose. Sie macht die Seelen empfänglich und begierig für messianische Versprechen. Hunger, Angst und Sehnsucht lassen sie zur Beute eines Jeden werden, der gewissenlos genug ist, sie auszunützen. (…) Der Halt, der sich ihm am eindringlichsten darbietet, der ihm am eifrigsten aufgedrängt wird, ist der Glaube an Hitler. Der Nationalsozialismus ist eine Funktion der deutschen Not“ (237 f.).
In den Reichstagswahlen am 31. August 1931 wird die nationalsozialistische Partei mit Abstand die „stärkste im Reichstag“ (239). Im Kampf um die Position des Reichspräsidenten im April 1932 unterliegt Hitler dem Amtsinhaber Hindenburg. Der starke Mann der Reichswehr, Kurt von Schleicher, spinnt seine Fäden, macht Franz von Papen zum Reichskanzler, und will Hitler in die Regierung mit einbinden, macht ihn weiter hoffähig, obwohl die Zahlen der NSDAP bereits mit der Reichstagwahl im November 1932 bröckelten. „Hitlers Propagandaapparat ist ins Gigantische gewachsen“ – die Partei hat einen enormen „Geldmangel“ (235), das Prestige des Führers schwindet, man verspricht in der Verzweiflung „Allen Alles“ (257). Das Phänomen Hitler hätte einfach wieder „verschwinden“ (257) können. Doch die verwirrenden „Intrigen“ Schleichers und Papens sind ausschlaggebend, ein „Endkampf“ (263), der bei genauer Beschreibung „Bände füllen und sich wie ein Kriminalroman lesen“ würde, aber mit „Politik im tieferen Sinne (…) nicht zu tun“ hat. All das und „komische kleine Umstände“ (264) spielen mit, dass Hitler am 30. Januar 1933 „in die Reichskanzlei“ (265) einzieht. 

Der Diktator
„Hitler war Kanzler. Aber keineswegs besaß er die Macht, die er haben wollte. (…) nur zwei Minister waren Nationalsozialisten“. „War die nationalsozialistische Partei wirklich siegreich?“ (271). Es ist Göring, der jetzt agiert, um aus der „höchst gefährdeten Situation zur Diktatur zu kommen“ (273).  Als preußischer Innenminister ordnet er einen „Schießerlaß“ gegen staatsfeindliche Organisation, lässt das „berliner Parteiheim der Kommunisten“ durchsuchen und findet angeblich „hundert Zentner Zersetzungsmaterial“ (275), das dort ganz sicher nicht lagerte. Für Olden gibt es keinen Zweifel, dass der darauf am 27. Februar 1933 folgende Reichstagsbrand eine weitere Finte dieses Mannes ist, um diesem „bolschewistischen Revolutionsversuch“ (270) mit dem „Terror“ (276) zu begegnen, den die Partei schon lange praktiziert und angekündigt hatte. Hitler poltert sofort ohne Unschuldsvermutung los: „Niemand wird uns nun daran hindern, die Kommunisten mit eiserner Faust zu vernichten“ (278). In den darauffolgenden Tagen wird von der SA, die zur „Hilfspolizei“ (278) ernannt wurde, „geprügelt“ und gemordet“ (279).
Das groß angekündigte „Rezept“, wie die „Arbeitslosigkeit“ „schlagartig“ beseitigt werden sollte, und viele andere Versprechen konnte Hitler nicht einlösen: „Da war nichts“ (277), bilanziert Olden das Regierungsmodell. Also blieb nur „die Vernichtung der Schwachen“, der „Kampf gegen die Marxisten“ (277).
Als Hitler zum letzten Mal am 05. März den Reichstag wählen lässt, sind viele Kommunisten bereits verhaftet oder geflohen und die Verordnung zum Schutz von Volk und Staat verurteilte die „sozialistischen Parteien (…) zum Schweigen“ 280). „Die Diktator hat bereits begonnen“ (281). Trotz dieser Rahmenbedingungen und zu vermutender Wahlmanipulation erreichte die NSDAP nur 44 %. Als schließlich „die traurige Fratze eines Parlaments in einem berliner Opernhaus zusammentrat, standen schwerbewaffnete Parteisoldaten nicht nur vor dem Haus, auch in den Korridoren, selbst in den Gängen zwischen den Bänken den Volksvertretern“ (282). Kein Kommunist konnte es „wagen im Reichstag zu erscheinen“ (284), viele sozialdemokratische Führer sind zu Recht „untergetaucht“ (296).
Am 24. März 1933 besteht kein Zweifel mehr, „daß ein Demagog in der Minute, da er am Ziel ist, die verführten Massen preisgibt“. Nach einer salbungsvollen Rede, in der Hitler laut Olden die „‚Reaktion‘ umschmeichelt“ (295), verabschiedet das Parlament das Ermächtigungsgesetz, mit dem die Gesetzgebungskompetenz vollständig und allein an die Regierung übergeben wird. Die Diktatur ist ohne „Protest“ (296) errichtet. „Die Aufhebung aller Bürgerrechte, die Verjagung des souveränen Reichstags ist nach den Regeln der Verfassung geschehen (…). Erst, als auch nicht ein Wort mehr von ihr gilt, haben sich Juristen entschlossen, zuzugeben, daß sie nicht mehr besteht“ (332).
Was danach folgt, ist bekannt. Das Propagandaministerium „leistet Außerordentliches“ (298). Rundfunk, Zeitungen, Vereine … alles wird nationalsozialistisch organisiert, „gleichgeschaltet“ (330). Der „Kampf gegen die Juden“ wird „in Angriff genommen“ (299) mit dem „Boykott aller jüdischer Geschäfte, Ärzte, Rechtsanwälte“ (300): Ärgerliche Wegbegleiter und politische Feinde im eigenen Lager werden am 30. Juni 1934 und an den darauf folgenden Tagen unter falscher Beschuldigung ermordet. 
Mit einer „Totalität des Staates“ darf alles „nur noch nationalsozialistisch geschehen“: „Kranke heilen, Prozesse führen, Pillen drehen, wandern, turnen, tennisspielen, schachspielen, schlittschuhlaufen, briefmarkensammeln“ (330). „Heute ist Deutschland im Zustand der Barbarei. Die Diktatur kennt kein Gesetz“ (353).

Wo führt es hin?
Die Hitler-Biographie von Rudolf Oden wird bereits 1935 veröffentlicht. Was sieht er auf Deutschland und Europa zukommen?
„‚Mein Kampf‘ ist die wildeste Kriegshetze. Von dem Augenblick, da er Reichkanzler wurde, hat er nur noch von Frieden gesprochen“. Olden brandmarkt dies nur als „Taktik“ und „Verbergung der wahren Absichten“ (301). Der Reichswehr schwört „den Eid auf Hitler“. Die „Wiederbewaffnung“ wird verkündet und „England beeilt sich, (…) ein Abkommen mit dem Vertragsbrecher“ (333) zu Aufrüstung auf See zu bewilligen. Im März 1935 wird die „allgemeine Wehrpflicht“ eingeführt für die „Zurückgewinnung unserer Ehre“ (334), wie man verlautet.
Die alte „Kaste“ des Offizierscorps der Wehrmacht „gehorcht dem Diktator, sie trägt und duldet ihn. Aber sie gehört ihm nicht“ (339). „Würde die Wehrmacht eines Tages Hitler und seine Zunft nicht mehr ertragen wollen, so wäre er schnell beseitigt“ (350), aber der „Revanchekrieg“ ist auch ihnen ein Anliegen.
Die Parole heißt zwar „Arbeitsbeschaffung“, ist aber nichts anderes als „Aufrüstung“, die mit Milliarden von Schulden finanziert werden: „Straßen“, „Flugplätze“, „Automobile“ alles dient der Vorbereitung und dem Bau von Kriegsgerät. „Dem unendlichen Reichtum, der sich über das Heer ergießt, entspricht genau der Armut der Nation. (…) Und die Armut, die der Kanzler des Präsidialkabinetts über die Deutschen brachte, war Überfluß gegen die Not, zu der Hitler sie verdammt“ (340). „Da er das Volk nicht ernähren kann, so braucht er Feinde, um den Aggressionstrieb der Hungrigen abzulenken. Jeder Minderheit ist dazu gut.“ (342). „Und da Niemand widersprechen darf, so konnte Sieg auf Sieg gemeldet werden“ (341).
„Was ist von ihm zu erwarten?“ – „Alles“. (362). Die Antwort ist klar. Wenn man Hitler läßt, wird er Krieg und Vernichtung bringen. Nichts anders legt alles nahe, was Olden aufgezeigt hat. Es ist der Beginn des „unendlichen Übels, das noch über Deutschland und von Deutschland über die Welt kommen wird. Denn die Welt, die solches duldet, macht sich mitschuldig“ (303).
Leider ist Oldens Hitler-Biographie nur in kleinen Auflagen erschienen und hat nicht die Verbreitung gefunden, die sie verdient hätte. Und sie hat leider nicht die Welt aufgerüttelt, denn hier findet sich alles, was Deutsche wie alle anderen vor einer weiteren Mitschuld hätte bewahren können.

2. Die Grundzüge 

Wäre es nicht der geschichtsträchtige Adolf Hitler, könnte man sich die Charakterisierung dem Grundduktus Rudolf Oldens folgend relativ einfach machen:
Der aus armen Verhältnissen stammende und wenig gebildete Mann findet nach einer deprimierenden Zeit als Landstreicher in einfachen Slogans der österreichischen Deutschnationalen eine Botschaft, die ihn bewegt und seine innere Leere füllt: Das Judentum erfand den Marxismus, führt den Sozialismus und strebt danach, die Welt zu vernichten. Zudem gilt ihm nach dem Krieg gemäß der Dolchstoßlegende das Judentum als allein schuldig an der deutschen Niederlage. Deshalb muss in aller Brutalität und Rücksichtslosigkeit alles Jüdische eliminiert und das arisch starke Germanische zum Sieg gebracht werden. Jedes Mittel ist dabei gerechtfertigt; Mitleid, Schwäche und Moral sind angesichts dieser größten Aufgabe für das deutsche Volk unangemessen.
So zusammengefasst wirkt es angesichts des unvorstellbaren Leides unangemessen verkürzt. Wäre es nicht Hitler, hätte man ihm nicht die Gelegenheit gegeben, seine unsinnigen Vorstellungen umzusetzen, könnte man es dabei belassen. Denn: „Da war nichts“ (277), resümiert Olden nach langen Ausführungen, was die Substanz Hitlers ausmacht, als er erst einmal an die Macht gekommen ist, außer den simplen Phrasen und Worthülsen, an die er geglaubt hat. Die Frage, „Wieso konnte es kommen?“ (350) fordert einen differenzierten Blick darauf, was den Menschen Hitler und sein Weltbild charakterisiert.
Dass ich in diesem Teil noch mehr zitiere, mitunter Zitat an Zitat reihe, liegt schlicht daran, dass Rudolf Oden derart treffend und prägnant formuliert, dass ich nicht anders kann, als ihn im Originalton zu Wort kommen zu lassen.

Beschränkte Weltsicht
„Es ist eine unendliche Naivität in dem Verhältnis des Führers zu allem Geist“ (358), fasst Olden am Ende des Buchs prägnant zusammen. Das erworbene Wissen Hitlers in seiner kurzen Bildungslaufbahn ist sehr begrenzt, weshalb sich in der Jugend „aus Unterhaltungsromanen eine Wunschwelt romantischer und glänzender Lebensumstände gebildet“ (17) hat. Nicht zu lernen, gilt ihm als geschickte Eigenwilligkeiten und ist „ein Grund zu Selbsterhöhung“ (28).
Seine weltanschaulichen Maximen, die sich in Nationalismus, Antimarxismus und Antisemitismus erschöpfen, sind Gemeingut des rechten Lagers. „Alles Wesentliche ist unverkennbar österreichisch-deutschnationales Produkt, von jedem Zeitungsleser jener Zeit in kurzer Frist erwerbbar“ (39), was Olden an Beispielen aufzeigt.
Tiefere Kenntnisse scheint er nie erworben zu haben. Über den Marxismus ist „nie ein Wort verständiger Kritik“ „aus seinem Mund“ (69) gekommen. „Er geht“ an keiner Stelle auf „ihre Lehren ein. Die Wucht der Waffe, der er gegen sie führt, scheint Nicht-Kennen zu sein“ (40). Es „liegt ihm einfach nicht, sich in das Gestrüpp wissenschaftlichen Denkens zu wagen“ (69). Olden geht sogar so weit, ihm das Studium von Büchern überhaupt abzusprechen: „Schwerlich ist der Autor jemals über die Lektüre von Zeitungsartikeln und Broschüren hinausgekommen“ (146).
Ähnlich verhält es sich mit anderen gesellschaftlichen Themen. „Hitler gehört zu den nicht wenigen Politikern, denen die Volkswirtschaft ein Buch mit Sieben Siegeln ist. Er hat auch nicht die Geduld gehabt, sich jemals mit ihr zu befassen“ (69). Deshalb variieren seine Ansichten je nach Kontext, wie bereits erwähnt, in alle Extreme.
Im kulturellen Bereich kannte Hitler auf seinem Spezialgebiet, der Malerei, nur einige Klassiker. Die Welt der Moderne mit Expressionismus, Kubismus, Dadaismus und Neuer Sachlichkeit blieb ihm völlig verschlossen. Er „wettert (…) gegen den Kitsch der neuen Kunstentwicklung, dessen Produktion allerdings auch einem Negervolke ohne weiteres möglich sein dürfte“ – eine groteske Art der Diffamierung.
Fast alle der folgenden Punkte kann man unter die Rubrik „beschränkte Weltsicht“ subsumieren.

Prophetische Berufung, Verachtung des Niedrigen, Vergötterung des Heroischen
Das Sendungsbewusstsein Hitlers ist offensichtlich und es hat tiefe Wurzeln. „Schon früh fühlte er seine Berufung zu Höherem. Er kannte oder empfand die Nützlichkeit der Tradition, daß ein Prophet aus der Niederung der Armut zu kommen hat, aber daß Niedrigkeit keine hässlichen, abstoßenden Züge tragen darf. Da musste es das Beste sein, möglichst wenig mitzuteilen (…)“ (9). Ein Grund, warum er seine Abstammung, Kindheit und Vagabundenzeit verleugnet. Stattdessen hat er sich „dem Instinkt des Propheten“ (65) folgend selbst den Nimbus verliehen, aus dem Nichts und Abseits zum Sprachrohr des Volks geworden zu sein. Doch „Hitler ist nicht der ‚Sohn des Volkes‘, er ist das Kind der Reichswehr. Sie hat ihn ausgewählt, (…) entsendet (…) und geleitet“ (65). Leider ist es „ein Verhängnis, daß die Legende lieber und inniger geglaubt wird, als die Wirklichkeit“ (65).
Schaut man genau hin, zeigt sich ein verächtliches Verhältnis zu niederen Schichten. Überall tritt bei Hitler ein extremes Gefühl hervor, wenn er von Arbeitern, Landstreichern und Armen spricht. Begriffe wie „Unrat, widerlicher Schmutz und Schlimmeres“ (26), „moralische Roheit“ (27) fallen. Es klingt eindeutig wie „Abscheu“ (27): „Man tut ihm nicht Unrecht, wenn man feststellt: er haßte die Arbeiter“ (27). „Sind dies noch Menschen, wert, einem großen Volk anzugehören“ (29), fragt der Angewiderte.
In seinen frühen Erwachsenenjahre hat Hitler gemäß der Darstellung Oldens in Wien schlechte Erfahrungen gesammelt, in extreme Armut und Verwahrlosung gelebt und ist damit nicht zurechtgekommen, scheint angefeindet worden zu sein und eine Verachtung entwickelt zu haben.
Auch in der Kunst erträgt er nur „das Prächtige, Mächtige, wenn auch Dekadente“, „das Geleckte“ (43). Er neigt überall zum Heroischen, was sich in der Liebe zu „Wagnerscher Musik“, „Feldzeichen, Fahnen, Uniformen“, Umzügen widerspiegelt (45).
„Hitlers Ruf: ‚Den Starken der Sieg, den Schwachen Unterwerfung oder Vernichtung‘ ist die Kriegserklärung an unsere geistige und sittliche Existenz“, eine „Attacke auf die Menschlichkeit“ (161) schlechthin.

Antisemitismus, sexualisierte Judenhass, Hass auf die Republik
In den Juden hat Hitler „den Teufel, seinen Teufel, den Teufel des deutschen Volks gefunden“ (41), der für alles herhalten muss. Dass auch „der Marxismus von den Juden erfunden war, löste dem nach Systematik Strebende einen großen Teil der Welträtsel“ (40). Es ist aus heutiger Sicht einfach nur grotesk, wie simpel der Antisemitismus Hitlers gestrickt ist (Hitler zitiert nach Olden): „Siegt der Jude mit Hilfe seines marxistischen Glaubensbekenntnisses über die Völker dieser Welt, dann wird seine Krone der Totentanz der Menschheit sein, dann wird der Planet wieder wie einst vor Jahrmillionen menschenleer durch den Äther ziehen“ (40). Warum die Juden ihren Untergang und den der ganzen Welt wollen sollten, „das Rätsel bleibt ungelöst“ (40), bemerkt der Journalist. Denn es „wäre vergeblich in dem Glauben Hitlers von Juden nach Logik zu suchen (…). Der große Taktiker hat sich seither oft widersprechen müssen. Darum darf man doch nicht verkennen: im Absurdesten ist Glauben“ (40 f.).
Verbunden mit der „Erkenntnis, daß die Sozialdemokratie von Juden geführt wird“ (39), hat Hitler sein Konstrukt, um alles an der Republik verderblich zu finden. Angefangen bei den Abgeordneten, die ihm „blöde Nichtskönner, Schwätzer, Minderwertige, (…) Volksbetrüger, (…) Feiglinge, Schurken, Lumpen“ sind. Alle Sozialdemokraten sind ihm zudem Verräter am Volk wegen des Versailler Vertrages.
Natürlich lief auch im Krieg alles schlecht wegen den Juden. „Die gesamte Produktion sei ‚unter jüdischer Kontrolle des Finanzjudentums‘ gewesen, und die Juden hätten schon damals die Revolution organisiert“ (59). Die Ursprünge der Demokratie in England sind jüdisch, wie auch die Demokratie „grundsätzlich nichts Deutsches, sondern etwas Jüdisches ist“ (91).
Das „Hauptstück des deutschen Antisemitismus“ ist, „daß die Juden den Krieg angezettelt und dann Deutschland den ‚Dolchstoß in den Rücken‘ versetzt haben, um die Weltherrschaft an sich zu reißen“ (91).
Es kommt allerdings noch ein weiteres Moment dazu. „Die Herkunft des Judenhasses aus dem Sexuellen ist bei Hitler unverkennbar“ (45). Er sieht die Juden als „Dirigenten“ des „empörenden Lasterbetriebes des Auswurfs der Großstadt“ (46). Und Older wittert einen Sexualneid auf die erfolgreichen Juden, die sich in Wien mit den schönsten Frauen umgeben: „Man fühlt die Not des Einsamen, Unbefriedigten, wie das Liebesglück der anderen ihn verzehrt.“ (47), wenn Hitler zürnt: „Planmäßig schänden diese schwarzen Völkerparasiten unsere unerfahrenen, jungen, blonden Mädchen und zerstören dadurch etwas, was auf dieser Welt nicht mehr ersetzt werden kann“. War es womöglich ein eigenes „Erlebnis“, wenn er erotisch phantasiert: „Der schwarzhaarige Judenjunge lauert stundenlang, satanische Freude in seinem Gesicht, auf das ahnungslose Mädchen, das er mit seinem Blute schändet“ (47)?
Hass und Schmährede sind der Grundton, wenn sich der überall bekannte Redeschwall Hitlers, von Olden „Katarakt“ oder „Schwall der Worte“ (212) genannt, über seine Zuhörer ergießt. „Der Angriff richtet sich gegen Mancherlei: Gegen den schmachvollen Frieden von Versailles, gegen Franzosen, Sowjetrussen, Marxisten, Versöhnungspolitiker, Pazifisten. Aber letzten Endes geht er immer gegen ‚den Juden‘“ (89).

Demagogie, Brutalität, Rachsucht
Demagogie charakterisiert die Kunst Hitlers am besten, da es diesem nach Olden nicht darum ging, zu „überzeugen, er ging allein auf Faszination aus“ (78), immer gepaart mit einer übergriffigen Gewalt gegen sein Publikum. Er war schon in München ein „Diktator in der Bierstube“ (79). Rigoros, nicht nur in der Rede, sondern im praktischen Handeln ließ er von seinem eigenen Ordnungstrupps alle Störer seiner Reden entfernen und verprügeln. Das hat Methode. „Er nimmt den gegnerischen Terror als Vorwand und Anlaß, selbst Terror anzuwenden und ihn zu verherrlichen.“ Das „Patentrezept“ dabei: „fremde Gewalt erfinden oder maßlos aufzubauschen, um den weibisch-feigen Teil der Masse mit Entzücken an der eigenen Gewaltsamkeit zu erquicken“ (79).
„Hitlers Rede ist ein Phänomen, ein Naturereignis“. Man wird von der „gewaltigen Menge an Wortmaterial“ (88) überwältigt, fast wie das „in Zungen“ reden an Pfingsten, ein „Durchbruch des Unbewupten“ (…), daß Sinn und Wahnsinn sich vermischen (…). Die Unhypnotisierbaren gehen geekelt fort, um nicht mehr wiederzukehren. Die Anderen sind ihm verfallen. Denen ist er der Erlöser, der nationale Heiland.“ (88)
„Daß durch kluge und dauernde Anwendung von Propaganda einem Volke selbst der Himmel als Hölle vorgemacht werden kann“ (85) bringt Hitler in guter Tradition der wilhelminischen Kriegspropaganda auf den Punkt. „Er charakterisiert selbst sein System der Aufreizung erstaunlich treffend: Vehemenz, Extrem, Fanatismus, Hysterie“ (87). Das „geheimste Mittel seines Erfolgs“ (85) beschreibt Hitler selbst, wenn der „Größe der Lüge“ als einen Faktor der Glaubwürdigkeit bei der „primitiven Einfalt“ des Volksgemütes bezeichnet und sich dieser Methode reichlich bedient.
„Die Anwendung von Gewalt war das erste und vornehmste Element von Hitlers Propaganda. Nich lange, nachdem es sich in den Versammlungen bewährt hat, geht der Führer daran, ganze Städte (…) zu terrorisieren“ (81). Der Hang zur Gewalt tritt überall hervor. „Unduldsamkeit, Rücksichtslosigkeit, Brutalität“ sind schon in der Sprache Hitlers „seine Lieblingsworte“ (81).
Der „Appell an die Gewalt“ ist unüberhörbar durch die permanente Androhung, dass „Köpfe rollen werden“ und Gegner der „Strang“ zuteil werden möge (87).
In Mein Kampf nennt Hitler die „‚sogenannte Humanität‘ den ‚Ausdruck einer Mischung von Dummheit, Feigheit und eingebildetem Besserwissen‘. Er preist und lobt immer wieder ‚brutale Gewalt‘ und ‚barbarische Rücksichtslosigkeit‘. Es bleibt kein Zweifel, wohin es ihn zieht“ (150 f.).
Alle, die Hitler auf seinem Weg behindert oder ihn nach seiner Ansicht verraten haben, lässt er seine Rache spüren. Er ist keiner, der „eine Beleidigung vergißt“ (128). „Von seinem Charakter mag vieles unbestimmbar sein: gewiß [ist], daß er rachsüchtig ist, daß er weder verzeiht noch vergibt“ (226). Im Mai 1934 lässt Hitler unter dem Vorwand eines angeblichen Putsches viele treue Parteisoldaten (Röhm, Strasser) und einstige vermeintliche Widersacher (Kahr, Lessow, Streicher u.v.a.) ohne Gerichtsverfahren ermorden.
Ein ehemaliger Weggefährte, Arthur Dinter, beschreibt Hitler in dieser Hinsicht treffend: „Wer sich dem Führer nähert, wird durch seine Kälte und Brutalität zurückgestoßen. Er ist ein berechnender Demagoge, (…) dem jedes Mittel recht ist, um die Massen zu betrügen, der sich an seiner Eitelkeit berauscht“ (179).

Manie und Depression – psychopathologische Charakterisierungen
Der belesene Publizist Olden findet verschiedene psychologische bzw. psychopathologische Begriffe, um Hitler zu charakterisieren, was sicherlich für seine Zeit relativ originär war. Diese laienhafte Anamnese ist natürlich nicht unproblematisch, aber durchaus einleuchtend.
„Er ist zu egozentrisch, zu selbstbewußt, zu narzistisch, um nur (…) Soldat zu sein“ (66), ist noch eine harmlose psychologische Einordung. Pathologischer: „Er ist ein manisch-depressiver Typus“ (30). Older beschreibt Hitler in seinem Handeln oft als passiv und abwartend, gar führungslos in bestimmte Zeiten, zurückgezogen in sich, manchmal wochenlang, unentschlossen und depressiv. Dann wieder bricht es aus ihm heraus. „Er hat seine Anfälle, in denen er, Schaum vor dem Mund, gegen Mitarbeiter, Angestellte, sogar Diener tobt“ (211). Er agiert übersteigert, völlig überzogen und unüberlegt wie z.B. bei Tötung vieler seiner loyalen Mitstreiter 1934.
Von außen lässt sich eine „ungewöhnliche Beziehungslosigkeit des Führers“ wahrnehmen (162), auch ausgeprägt in dem „mangelnden ‚Zug zu Weiblichkeit‘“ (163). An Kontakten mangelt es ihm nicht, aber sie sind geprägt von seinen ausufernden Reden, die andere nicht zu Wort kommen lassen. Auch Frau Ludendorff weiß davon zu berichten (vgl. Artikel: Die Die zaghaften Frauengeschichten Hitlers, die Olden erwähnt, sind heute weit mehr durchleuchtet und geben Anlass zu Spekulationen.
Hitlers „Zorn“, seine „Neurasthenie“ tritt häufig auf, wenn etwas seinem Willen zuwiderläuft. Diese „Hemmungslosigkeit“ (229) verbunden mit der für sich reklamierten „barbarische[n] Rücksichtslosigkeit“ (151), die seine zeitweise Unfähigkeit zu Empathie verdeutlichen, zeigt Hitler Merkmale eines Soziopathen – ein Begriff, der erst später in der Hitlerforschung angewendet wird, in der Beobachtung Oldens aber schon angelegt ist. Er selbst bringt es mit dem Begriff „Infantilismus“ auf den Punkt: „Trieb und Reaktion, die Seele des Erwachsenen, ist kindlich-barbarisch geblieben“ (361). „Ein Kind, dem ein böser Gott Gestalt und Intellekt des Erwachsenen und dazu die Riesenkraft des Temperaments gegeben hat“ (362).

Verhältnis zur Wahrheit, Opportunismus  
Überblickt man die vielen Meinungswechsel Hitlers in seiner politischen Karriere, ist „es nicht so leicht (…), festzustellen, woran Hitler eigentlich glaubt“( 85). Das ist symptomatisch. „Es ist meine Genialität, so zu tun, als ob der Jude an allem schuld sei“ (92), schreibt Hitler und Older fragt sich. „Ist er ein Zyniker, der bewusst die Unwahrheit lehrt?“ Doch vermutlich ist es so: Hitler „glaubt, was er sagt. Und was er sagt, wechselt“ (93).
Von dem Wiener Bürgermeister Karl Lueger lernt der junge Hitler die Taktik, wie er selbst darlegt: „Er legte das Hauptgewicht seiner politischen Tätigkeit auf die Gewinnung von Schichten, deren Dasein bedroht war und mithin eher zu einem Ansporn (…) des Kampfwillens wurde. Ebenso war er geneigt, sich all der einmal schon vorhandenen Machtmittel zu bedienen, bestehende mächtige Einrichtungen sich geneigt zu machen, um aus solchen alten Kraftquellen für die eigene Bewegung möglichst großen Nutzen ziehen zu können.“ (43) Das ist, wie Olden klug vermerkt, die „offene Lobpreisung des Opportunismus“. Und genau dieses Ziel hat Hitler immer verfolgt. Sieht man von seinen Zornesausbrüchen und Drohungen ab, schmeichelt er vielen Institutionen, besonders den Vertretern der Reichswehr (inklusive Hindenburg), wechselt seine Meinung wieder, wenn es aus Machtgründen notwendig ist.
Schon der legendenhafte Bericht über die eigene Lebensgeschichte in Mein Kampf zeigt seine „verächtliche Gleichgültigkeit gegenüber der Wahrheit“ (59). Um ein weiteres Beispiel zu nennen: Als Hitler vor Gericht bei einem Landfriedensprozess gegen SA Leute 1930 gefragt wird, was eigentlich „SA“ bedeutet, sagt er unter Eid aus, dass es „Sport-Abteilung, Sicherheits-Abteilung, Saalschutz-Abteilung“ (211) hieße, nur um gleich drauf von einem SA-Mann Lügen gestraft zu werden, der auf die gleiche Frage „Sturm-Abteilung“ antwortet. „Seine Beziehung zur Wahrheit ist fragwürdig: er glaubt, was er sagt“ (211), resümiert Olden.
Im scheinbaren Kontrast zu Radikalismus, Gewaltverherrlichung und Herrenmentalität steht der Hang Hitlers sich anzubiedern oder gefallen zu wollen. Auch das ist eine Facette aus seiner vielschichtigen Psyche, obgleich Olden wie immer sehr hart urteilt: „Die krampfhafte Gier nach Bestätigung ist verursacht von der inneren Leere“, durch „die Verödung seines Gemütslebens“ und durch „seine geistige Leere“. (357). 

 
3. Nachgedanken zur Demokratie und Demagogie

Allzu leicht wird das Geschehene als notwendig, das Gewordene als Unvermeidbar angesehen“ (250), aber so ist es nicht. Vieles musste zusammenkommen, dass dieser Aufstieg und dieser Einfluss von Hitler überhaupt möglich wurde, wie Olden weit präziser aufgezeigt hat, als ich hier darstellen konnte. 
Erklärt es das Phänomen Hitler? – Manches. Im Gegensatz zu anderen Biographien Hitlers versucht Rudolf Olden nicht alles rational herzuleiten, zu erklären, sondern oft nur das Offensichtliche zu präsentieren und selbst staunend, aber mit klarem Urteil davor stehen zu bleiben. „In der Krise kommt die Ratio in Bedrängnis“, wie er 1932 in „Das Wunderbare“ schrieb. Die Eigenschaft des „Glauben“ kommt den „Neurosen“ sehr nahe (Das Wunderbare 20).  
Einige brandaktuelle Gedanken Oldens zu Demokratie will ich noch am Stück als Gedankenanregung an den Schluss stellen. Wir haben in Deutschland sicher keine Schläger und SA Truppen wie damals, die Menschen gewaltsam einschüchtern. Aber es gibt neue Formen der penetrierenden Beeinflussung, die Olden hier ahnend vorwegnimmt. In dem modernen Propaganda-Instrument ist eine Partei wirkmächtig mit permanenter Wiederholung immer gleicher Parolen. Es ist nicht vergleichbar, aber überraschend ähnlich. Wir sollten gewarnt sein.

„Deutschland erfährt zum ersten Mal, was organisierte Demagogie ist. Man muß sich vor Augen halten: Propaganda ist überhaupt ein Stück neue Welt, mehr Zukunft als Gegenwart. Sie ist ein Teil der rationalisierten Großfabrikation, und auch von ihr können wir nur ahnen, wie sie die Welt verändern wird. Ist nicht die Demokratie die Einrichtung einer älteren überlebten Periode? (…) Ist sie der Unbegrenztheit moderner Propaganda mit ihren psychischen Wirkungen gewachsen? Oder kann mit der systematischen Massenproduktion öffentlicher Meinung nur die Diktatur bestehen? Ungelöste Fragen.“ (196).
„Die Deutschen haben (…) dem neuen Propagandasystem den Weg in die Politik bereitet, noch ehe sie es kannten. Als sie das Gerüst der Demokratie errichteten, haben sie zugleich das Mittel geschaffen, um ihr Wesen zu verderben. Das war das zentralisierte Wahlrecht der Listen (…). Kein Abgeordneter wurde mehr deshalb gewählt, weil ihn die Mitbürger als redlich, tüchtig und klug erkannt hatten. Sondern Alle wählten eine Partei und in ihr den ‚Spitzenkandidaten‘ (…). Welche Mittel aufgewendet werden müssen, um einen Spitzenkandidaten unter sechzig Millionen Menschen bekannt zu machen, das läßt sich ebenso auf dem Papier berechnen, wie die Kosten der Einführung einer Zigarettenmarke für eine Million oder zehn Millionen Menschen. Wer aber wird der geeignetste Spitzenkandidat sein? (…) Der Eitelste und Egozentrischste, der Brutalste und Narzistischste (…). Damit ist die Demokratie, die Auslese der Tüchtigen bedeuten soll, mit ihren eigenen Methoden in ihr Gegenteil verwandelt. Sie gleitet über zur Diktatur, zum ‚Führerprinzip‘, das die Nationalsozialisten zu ihrem Ideal erkoren haben.“ (197).
„Ein Volk, das sich gegen einen solche Führerauswahl verteidigen soll, muß eine Fülle von traditionellen Hemmungen, eine lange demokratische Vergangenheit besitzen. Deutschland besaß sie nicht. (…) Es hatte eine militärische Tradition, und die war abgerissen. Die Seele des Deutschen, sein Unbewusstes war offen für jede Verführung, für Wunder aller Art.“ (198).

4. Fakten-Check

Parallel habe ich andere Biographien zu Hitler gelesen, die von Oldens Zeitgenossen Konrad Heiden (in Auszügen) und die komprimierte von dem Historiker Hans-Ulrich Thamer (2018). Dabei konnte ich nichts Grobes finden, was sich heute als komplett falsch erwiesen hätte. Einige Kleinigkeiten: Während Olden davon ausging, dass Hitler sich nie an der Münchner Akademie beworben hat, ist heute bekannt, dass es tatsächlich zwei Versuche gab, die abschlägig beschieden wurden. Der Antisemitismus Hitlers wird bei Olden auf die Wiener Zeit zurückgeführt, wogegen die Forschung heute eher von der Zeit in München ausgeht. Die Selbstverständlichkeit mit der Olden die Beteiligung der Nazis am Reichstagsbrand annimmt, gilt heute nicht als sicher.
In der kommentierten Online-Ausgabe von Hitlers Mein Kampf habe ich einige Zitate stichprobenhaft in Oldens Werk positiv überprüft: https://www.mein-kampf-edition.de/.
Es gibt heute über 80 Hitler-Biographien, die alle einen anderen Aspekt betonen. Die Ausgabe von Rudolf Olden, der als Zeitgenossen Hitlers ein ganz anderes Gefühl für die Situation hatte, ist leider nur noch antiquarisch zu erstehen.

 

Olden, Rudolf: Hitler der Eroberer, Vorwort von Werner Berthold, Fischer Taschenbuch Verlag 1984 (Amsterdam 1935), 365 Seiten.

Olden, Rudolf (Hg.): Das Wunderbare oder die Verzauberten. Propheten in deutscher Krise, Rowohlt Verlag Berlin 1932, 336 Seiten.

Heiden, Konrad: Eine Biographie; Ein Mann gegen Europa (1), Das Zeitalter der Verantwortungslosigkeit (2), Weltbild 2011 gemäß Europa Verlag AG Zürich 2007 (1936/ 1937), 768 Seiten.

Thamer, Hans-Ulrich: Adolf Hitler. Biographie eines Diktators, C.H. Beck Müchen 2018, 352 Seiten.

Die Bilder wurden, wenn nicht anders angegeben, aus öffentlichen, frei lizensierten Quellen entnommen (Wiki) oder von mir (ab-)fotografiert. 

Links:

Adolf Hitler: Mein Kampf
Kritische Edition vom Institut für Zeitgeschichte München–Berlin, 2022. Tolle Quelle, um im Original nachzulesen mit vielen nützlichen Hinweisen

 

Rudolf Olden: Hitler der Eroberer
H.-M.Bock: Paul Leni
Stefan Zweig: Die Welt von Gestern
Franz Roh: Nach-Expressionismus
Brigitte Reinhardt: Reinhold Nägele
Friedrich Wolf: Stuttgart
Verena Steinecke: Rebellin
Else K. LaRoe: Skalpell
Else Kienle: Frauen 1932
Die Neue Sachlichkeit
Ernst Toller: Quer
Söderström Phototagebuch
Clärenore Stinnes
Eugen Eberle
Volker Ullrich
Margarethe Ludendorff
Adolf Hölzel
Adolf Hölzel
Margarethe von Wrangell
Theordor Heuss: Erinnerungen 1905-1933
Rudolf Braune: Das Mädchen an der Orga Privat
Thomas Ziebula: Der rote Judas
Ernst Toller: Eine Jugend in Deutschland
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